teeny Musik treff
 
  Aktuelles 2017 u 16
  Home
  Hip Hop TANZEN
  PROJEKTE
  => 2000 Die Außerirdischen
  => 2001 CD
  => 2002 Follow your heart
  => 2003 und 2004 Der Traum vom Casting
  => 2005 und 2006
  => 2007 und 2008
  => 2009
  => 2010 Musik - mein Leben in 6 Minuten
  => 2010 Wedding65 - Jugendkultur
  => 2011
  => 2012 Disco Disko
  => 2012 1. Weltmädchentag
  => 2013
  => 2014
  => Marionetten-Musikvideoprojekt 2014
  => 2015
  => 2016 Fête de la Musique
  Wanted
  Kontakt
  Stadtplan
  Songtexte und Songs
  Galerie
  WOCHENPLAN
2003 und 2004 Der Traum vom Casting

Projekt 2003/04

...und plötzlich klingelt's. Der Traum vom Casting

Dank der Förderung unseres Projektes durch die Stiftung jfsb, sowie aus Mitteln von PS Sparen konnten wir ein Jahr lang an der Entwicklung und Aufführung eines Musicals arbeiten.

Im Januar 2004 war es dann so weit:
 teeny Musik treff on stage

mit 3 Aufführungen des selbstgeschriebenen Musicals:

...und plötzlich klingelt’s. Der Traum vom Casting

auf der Studiobühne des Max-Beckmann-Saales, Spielstätte des ATZE Kindertheaters, das uns seine Probebühne zu Verfügung stellte.

Worum geht es?

Bei einem Casting mitmachen, und dann noch in San Francisco?
Au ja, klasse! ...aber...sind wir gut genug?
Eine Gruppe von 12/13 jährigen Mädchen und ein Junge setzen alles auf eine Karte und entscheiden sich, als Band an einem Casting teilzunehmen, natürlich nicht ohne Hindernisse.

zum Seitenanfang

DIE STORY

Besetzung:

Ushtar Naif - Jasmin, Frau Krawalski, Hoffnung
Nadine Barwitzki - Natascha genannt Tascha, Angst
Vivien Ney - Vivien, Mutter von Melisa & Mike
Silvana Patalano - Sophia
Seda Mahmout - Tertia, Lisa, Drogenhund
Samira Coskun - Maya, Postmann
Melisa Gürgenc - Melisa, Mutter von Sophia
Kevin Hagen - Mike
Serena Patalano - Lehrerin Frau Rosenstock, guter Geist, Musikerin
Antje Fischer - guter Geist, Musikerin

Melisa hat vom Postmann einen Brief abgezweigt, der eigentlich für ihren Bruder Mike gedacht war. Ein Hauptgewinn: Die Nominierung für ein Band-Casting in San Francisco, inklusive Flug- und Reisekosten. Sie schafft es, trotz der schlimmen demotivierenden Musiklehrerin Fr. Rosenstock("Diese Klasse bringt mich noch ins Grab. Da wäre ich gerne dabei, wenn ihr euch von Kopf bis Fuß blamiert. Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass ihr da irgendwas gewinnen könnt?"), einige Mitschülerinnen für die Teilnahme am Casting zu begeistern:

Tertia: Einen Versuch ist es wert. No risk – no fun!
Melisa: Hey Leute! wir sind cool, sehen super aus und singen können wir auch!
Daraufhin improvisieren sie den Vorstellungsrap.

Vorstellungsrap

Tertia ist mein Name, Karate kann ich gut,
steh mir nicht im Weg, sonst gibt’s was auf den Hut!

Mein Name ist nicht Mascha und schon gar nicht Sascha,
wenn du was von mir willst, dann nenne mich Natascha


Gestatten: Melisa so werde ich genannt und willst du was von mir, dann komm ich angerannt.
Doch verarschst du mich, dann hüte dich – vor meiner Faust in deinem Gesicht.


Ich bin Berlinerin und keine Wienerin,
ich heiße Vivien Ney – immer vorn dabei.  


Ich bin die Maya Mann, an mir ist alles dran, was man so gut finden kann,
drum gebe ich gerne an und niemals auf, denn ich bin echt cool drauf.

Sophia diesen schönen Namen gab man mir und niemand außer mir besitzt ihn hier.
Ich weiß ihr traut Ohren nicht, weil der Zauber meines Namens jedes Herz zerbricht.


Jasmin yeah so nennt man mich – ich bin die dance queen und tanze nur für dich!

Sie verabreden sich abends zur Probe bei Melisa auf dem Dachboden.

Dummerweise hat die Rosenstock Sophia fürs Singen eine sechs verpasst, was ihre Mutter mit Hilfe einer fiesen Neuanschaffung herauskriegt: eine  Lügenpuppe, die bei jeder Lüge anfängt zu wackeln!

Die Mutter rastet aus und verordnet Stubenarrest: „Meine Tochter bringt eine sechs nach Hause. In Musik, ausgerechnet in Musik. Was ist denn so schwer an Musik?“

Obwohl Sophia jetzt drei Wochen lang nur noch pauken soll traut sie sich  zu fragen, ob sie abends zur Probe für das Casting gehen darf.

Mutter: Casting? Wer eine sechs nach Hause bringt, geht auch zu keinem Casting. Das war's dann.

Sophia schreibt ihren Kummer ins Tagebuch: Immer trampeln alle auf mir herum. Ich hasse die Schule, ich hasse meine Mutter, und meine Schwester ist auch eine blöde Ziege. Ich hau jetzt ab.


Ihre kleine Schwester Lisa findet das Tagebuch und alarmiert die Mutter: ... das sag ich Mutti und dann gibt’s richtig Krach – diese doofe Kuh!

Sophia taucht nicht zur Probe auf Melisas Dachboden auf. Ihre Freundin Maya macht sich Sorgen. Sie ist dagegen ohne Sophia zu proben und streitet mit Melisa:

Maya: Ich geh sie suchen. Mensch - die versäumt doch nicht freiwillig die Probe.

Melisa: Jetzt warte doch, die wird schon kommen.

Maya: Ist schon klar, dass du sie nicht suchen gehst. Sie könnte dir ja die Show stehlen.

Melisa: Mach mich nicht an, klar?! Das ist mein Haus, hier bestimme ich! Hat sonst noch jemand Probleme?

Während die anderen den Song "Groovy Girls" proben, sucht Maya Sophia.

groovy girls

Hey wir sind die groovy girls
vom Wedding – Humboldthain
Wir grooven hier und rappen dort
und sind auch mal gemein.
Wenn du deine Ohren spitzt,
bekommst du´s sicher mit.
Wir rappen um die Wette hier
das ist der größte Hit.

Refrain
Wir sind die groo-vy girls – vom Humboldthain,
wir sind die groovy girls!

Hey wir sind die groovy girls
vom Wedding - Humboldthain
Keiner hat uns was zu sagen,
misch dich bloß nicht ein!
Von wegen noch zu jung, zu klein
wir habens richtig drauf.
Wir setzen alles auf eine Karte
Und geben niemals auf.

Wir sind die groo-vy girls – vom Humboldthain,
wir sind die groovy girls! groovy girls!

Chor der Verführung:
Komm schnell zum casting,
werde ein Star
nimm die Millionen mit
gleich hier in bar
werde berühmt
wir machen es wahr
von 0 auf 100
in einem  Tag!

Wir sind die groo-vy girls – vom Humboldthain,
wir sind die groovy girls!

Hey wir sind die groovy girls
vom Wedding – Humboldthain
Wir grooven hier und rappen dort
und sind auch mal gemein.
Wenn du deine Ohren spitzt,
bekommst du´s sicher mit.
Wir rappen um die Wette hier
das ist der größte Hit.

Wir sind die groo-vy girls – vom Humboldthain,
wir sind die groovy girls! groovy girls!


Zu allem Übel platzt der Bruder Mike in die Probe und stellt Melisa zur Rede, weil er kapiert, dass sie ihm den Antwortbrief vorenthalten hat.

Mike: Also pass mal gut auf. Das ist mein Casting. Ich habe die Bewerbung geschrieben, ich habe mich um alles gekümmert und du willst mir alles wegnehmen? Vergiss es!


Melisa mimt die Ahnungslose, kommt damit aber nicht durch. Damit  Mike sie nicht verpetzt muss sie ihn auch noch in der Band aufnehmen, was ihr überhaupt nicht in den Kram passt. Es kommt noch schlimmer: Mike klärt sie auf, dass sie eine Begleitperson für San Francisco brauchen. Wen könnten sie nur fragen?

Jasmin: Irgendeine Mutter oder ein Vater?

Vivien: Um Gottes willen. Bloß nicht. Aber vielleicht können wir ja die Rosenstock überreden.

Natascha: Genau ich rufe sie an! Gesagt, getan.

Frau Rosenstock trällert gerade unter der Dusche und ist völlig überrascht und verwirrt über die Anfrage.

Rosenstock: San Francisco? Casting? Aber Kinder, da muss man super vorbereitet sein und ihr müsst richtig gut singen!

Natascha: Können wir. Wir haben geübt. Hören Sie.

Alle: Singen groovy girls

Rosenstock: Ist ja schon gut, ich glaube euch ja – aber das geht nicht.

Alle: Frau Rosenstock, bitte, bitte, bitte BITTE!

Rosenstock: Also gut. Vielleicht.

Die Anfrage rührt an Frau Rosenstocks Hippie Vergangenheit, und sie kommt ins Träumen. Sie spielt den song "Wunsch".

Wunsch

Jetzt bin ich ganz verwirrt, orientierungslos
frag mich selbst, was ist bloß mit mir los?
In mir toben die Gedanken ich bin aufgewühlt
doch ich hab keine Ahnung wohin mich das führt

Es ist ein Wunsch, den Du spürst,
dem Du nachgehst weil Du fühlst
Du wirst weitergehen, verfolgst Dein Ziel

In der Zwischenzeit findet Maya Sophia auf einer Parkbank und kann sie davon überzeugen, das es das Beste ist, wenn Sophia sich mit ihrer Mutter ausspricht.

Im Hintergrund spielt ein guter Geist den song "Away".

Away

I am fed up with the whole world, I just need some time to feel free.
No little sister, no fucking teacher, just time for myself.
I take my suitcase, and I go… Don’t care about anything or anyone!

I take my things and go away
I take my wings and fly away
I take my things and go away
I take my wings and fly away

I am looking for a place, where nobody is around.
No hectic streets, no rainy days…Just the sunshine over me!
I take my suitcase, and I go…Don’t care about anything or anyone!

I take my things and go away
I take my wings and fly away
I take my things and go away
I take my wings and fly away


Als Sophia nach Hause kommt, sitzt die Mutter voller Sorge auf Sophias Bett:

Mutter: Ach Sophia, Gott sei Dank bist du wieder da. Aber was ist denn bloß passiert?

Sophia: Mama – es tut mit leid. Aber du hast so geschimpft wegen der 6 in Musik und wegen dem Casting. Ich will da unbedingt hin. Alle dürfen mit, nur ich nicht. Das ist eine einmalige Chance, wir bekommen das geschenkt. So etwas passiert nicht dauernd. Und außerdem: ich kann das!

Mutter: Also gut, wenn du unbedingt willst, dann geh. Mach deine Erfahrungen selber. Aber – ich habe dich gewarnt. Glaub nicht alles was die da sagen und höre auf dein eigenes Gefühl. Das musst du mir versprechen.

Endlich kann die Reise beginnen. Die Kinder treffen sich auf dem Flughafen. Flüge in die USA unterliegen strengsten Sicherheitsmaßnahmen und Frau Krawalski befolgt diese aufs Gewissenhafteste.

Fr. Krawalski: Na wat ist denn dit? Da piept ja wat! Hamse da Eisen drinne? Uffmachen! Wie is die Jeheimnumma?

Mike: 1111

Fr. Krawalski: Mensch, ick will die nich wissen, dann is dit doch keene Jeheimnumma mehr. Na ejal. Aha, nen Messa. Wat wolln wa denn damit?

Mike: Als Junge braucht man ein Messer.

Fr. Krawalski: Aba nich im Fluchzeuch! Dit kannste dir abholen wenn de wieda kommst. Wat is denn dit, also jetze wird doch der Hund inne Pfanne verrückt. Zijaretten hat der mit. Sach mal wie alt biste denn? Mensch dit sind Drogen. Davon wirste krank und blöde im Kopp!

Mensch war dit wieda nen Tach. Ick bin fix und alle.

Da taucht Frau Rosenstock mit Gitarre in ihren alten Hippieklamotten auf und singt:


If you're going to San Francisco...

Alle jubeln, tanzen und singen mit.

Beim Casting in San Francisco gelingt es der Band tatsächlich mit dem song "Berlin", die Jury von ihrem Können zu überzeugen:

The winner is - - - germany! Ihr seid super!


aber...

Nur eine kleine Sache müssten wir noch besprechen. Die Band ist zu groß.

Das heißt, einer von euch müsste auf die Band verzichten.

Und - wir brauchen heute noch eure Entscheidung. Time is money. Thank you. Dankeschön.

Was tun ? Eine wilde, unschöne Diskussion beginnt. Doch dann ist die Lösung ganz einfach und erweist sich als genau die Richtige:

Jasmin: Alle oder keiner!

Und alle singen und klatschen den song:

Alle oder keiner

Alle oder keiner, alle oder keiner
sonst könnt ihr uns nicht kriegen,
denn wir lassen uns doch nicht verbiegen!
Alle oder keiner!

Danach beginnt prompt das erste handy zu klingeln:
Ein Engagement in Taiwan!
Und so geht es weiter:
Ein Engagement in London,
eins in New York, eins in Berlin
und weiter und weiter...

E N D E

zum Seitenanfang

EINE KLEINE UMFRAGE

an die TeilnehmerInnen

1. Was hat Dir besonders Spaß gemacht?

K.: Die Reise

S.: Dass ich endlich neue Leute kennen gelernt habe und das Schauspielern und Singen hat mir auch sehr großen Spaß gemacht.

N.: Ich fand die Reise sehr gut und ich fand es auch gut mit den anderen aufzutreten.

S.: Die Fahrt

V.: Dass es oft sehr lustig war.

U.: Am Stück zu arbeiten hat mir ganz besonders Spaß gemacht.

2. An welches Erlebnis erinnerst Du Dich gerne?

N.: Als wir bei der Premiere auf dem Tisch standen und so aufgeregt waren, dass beinahe die Kellogs Packung umgefallen wäre. (Das war lustig)

S.: Wo Kevin auf der Fahrt beim Essen auf den Tisch gehauen hat und der ganze Tisch dreckig war. Und an die ganze Fahrt.

S.: Ich durfte endlich einen Hund spielen, weil ich Hunde über alles liebe. Die Reise war auch voll cool.

3. Was war für Dich eine ganz neue Erfahrung?


V.: Ich habe das alles schon mal gemacht.

N.: Das Textbuch selber zu schreiben.

S.: Einen Hund zu spielen und die Reise.

S.: Dass ich zum ersten Mal richtig Theater gespielt habe.

K.: Allein in einer Mädchenband zu sein.

4. Was können wir nächstes Mal besser machen?

K.: Wir können mehr Jungs dazuholen.

S.: Dass wir nicht immer die Besetzung ändern müssen.

U.: Die Lieder, die wir lernen auf ein Blatt kopieren und die Noten darauf schreiben, damit wir zu Hause üben.

N.: Die Reise etwas länger.

S.: Naja, am Anfang war ja alles o.k. Doch dann irgendwie sind viele nicht mehr zum Teeny gekommen, und das war ärgerlich. Vielleicht sollten die Kinder das nächste Mal nicht so oft fehlen.

5. Gibt es etwas, das Du an dem Musical nicht magst?

S.: Nein! Musical ist für mich einfach unbeschreiblich. I love Musical!!!

K.: Nichts.

U.: Eigentlich mag ich alles daran.

S.: Nein!!!

N.: Nein, ich fand alles gut.

V.: Ich fand die Bühne etwas zu klein.

6. Welches ist Deine Lieblingsszene?

V.: Die Flughafenszene.

N.: Lügenpuppenszene.

S.: Die Szene bei Frau Rosenstock.

S.: Die Szene mit dem Drogenhund am Flughafen (grins).

K.: Die Flughafenszene.

U.: Ich habe drei Lieblingsszenen, die Frau Krawalski Szene, die Wunschszene zum Schluss und die Szene wo Frau Rosenstock duscht, die war echt lustig.

7. Wie hat Dir die Gruppe gefallen?

K.: Es müssen mehr Jungs dazukommen, aber sonst war es sehr gut.

S.: Ein bisschen.

N.: Mir hat die Gruppe total gut gefallen.

V.: Die Gruppe hat mir gut gefallen und sie war lustig.

S.: Sie war eigentlich ganz in Ordnung, außer ein paar Ausnahmen.
U.: Sehr gut!

zum Seitenanfang

LUSTIGSTE FLOPS UND RUNNING GAGS

Erzählt von Ushtar: Bei der Premiere hab ich doch mein handy vergessen, bei der Schlussszene hatte ich es nicht dabei. Da hat Seda mir ein Stück Papier gegeben, das habe ich mir dann ans Ohr gehalten. Und da sagt ein Junge aus dem Publikum, der neben meiner Schwester saß: "Guck mal, die hält sich Papier ans Ohr!"

Vivien auf dem Dachboden: "Ihh, Spinnengewebe!"

Seda auf dem Flughafen: "Oh, Mist, ich habe den Vater meines Koffers mitgenommen."

Bei der zweiten Aufführung: Flughafenszene. Melisas Tasche wird durchgeschoben, es piepst und Ushtar Krawalski kramt verzweifelt nach der Schere, die in der Tasche sein sollte. Sie flüstert laut zu Melisa: "Die Schere ist nicht drin, wo ist die Schere?" Melisa steht nur bedröppelt da, zuckt die Schultern. Ich höre Bettinas Stimme aus dem Publikum raunen: "Lass Dir was einfallen" Und Ushtar sagt laut: "Diese blöde Maschine, die spinnt schon wieder! Der Nächste!"

 
   
Heute waren schon 4 Besucherhier!